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Zentrale Kommission für die Biologische Sicherheit

216. Sitzung der ZKBS

Die 216. Sitzung der Zentralen Kommission für die Biologische Sicherheit (ZKBS) fand am 4. September 2018 am BVL in Berlin statt.


Einstufungen von Spender- und Empfängerorganismen

Die ZKBS ordnete Escherichia fergusonii und nicht-shigatoxigene Stämme von Escherichia albertii als Spender- und Empfängerorganismen für gentechnische Arbeiten der Risikogruppe 2 zu. Der Risikogruppe 3** zugeordnet wurden Escherichia albertii-Stämme mit Shigatoxingenen sowie Stämme, bei denen unklar ist, ob ihr Genom Shigatoxingene enthält.


Die vom Human alphaherpesvirus 1 abgeleitete Deletionsmutante 5dl1.2 wurde in die Risikogruppe 1 eingestuft.


Dritter Artikel in der Rubrik Fokusthemen erschienen: Synthetische Biologie

In dieser Rubrik werden Themen aus dem Bereich Biologische Sicherheit vertieft, welche die ZKBS bereits beschäftigt haben und die für die Öffentlichkeit von Interesse sind.

Im Juni 2018 verabschiedete die ZKBS ihren Bericht zu den internationalen Entwicklungen in der Synthetischen Biologie. Im Rahmen des Fokusthemas werden die Inhalte des Berichtes für die interessierte Öffentlichkeit zusammengefasst dargestellt und weiterführende Literatur zur Verfügung gestellt. Zukünftig soll an dieser Stelle kontinuierlich über neue Entwicklungen der Synthetischen Biologie informiert werden.

Des Weiteren hat sich die ZKBS auf ihrer Sitzung mit dem Urteil des EuGH auseinandergesetzt. Unter der Rubrik Fokusthemen wird es demnächst Ausführungen dazu geben, was die ZKBS unter dem Begriff ‚Genome Editing‘ versteht. Es werden Beispiele für Anwendungen der Technik erläutert und darauf eingegangen, welche Auswirkungen das EuGH-Urteil auf die Sicherheitsbewertung hat.


Allgemeine Stellungnahme zu gentechnischen Arbeiten mit Rabiesviren

Die ZKBS hat bereits viele Anfragen zu Einstufungen von und Arbeiten mit Rabies lyssavirus (RABV), replikationsdefekten Lyssaviren und dem RABV-Stamm SAD B19 sowie davon abgeleiteten rekombinanten Rabiesviren erhalten, und in spezifischen, nicht-publizierten Stellungnahmen eine Sicherheitsbewertung vorgenommen.
Um Antragstellern die Bewertung ihrer geplanten gentechnischen Arbeiten zu erleichtern wurden die bisherigen Bewertungen der ZKBS zu einzelnen Stämmen von Rabiesviren in einer allgemeinen Stellungnahme zusammengefasst.


Aktualisierte Stellungnahme zur Risikobewertung von gentechnischen Arbeiten mit rekombinanten Influenza-A-Viren

Die allgemeine Stellungnahme aus dem Jahr 2016 wurde mit aktuellen Daten ergänzt und die Kriterien für eine Einstufung rekombinanter Influenza-A-Viren konkretisiert. Eine Liste mit bekannten Mutationen, die für die Risikobewertung von Bedeutung sind, wird auf der ZKBS-Homepage im Bereich Fokusthemen -> Influenzaviren zur Verfügung gestellt.


Aktualisierung der Stellungnahme zur Risikobewertung des rekombinanten Vacciniavirus MVA

Die Stellungnahme wurde dahingehend aktualisiert, dass die Kriterien für eine Einstufung der rekombinanten MVA präzisiert wurden.



Neue ZKBS-Mitglieder

Als stellvertretendes Mitglied für den Bereich Ökologie wurde Herr Prof. Dr. Martin Hasselmann, Leiter der Abt. Populationsgenomik bei Nutztieren vom Institut für Nutztierwissenschaften der Universität Hohenheim, berufen.

Als stellvertretendes Mitglied für den Bereich Landwirtschaft wurde Herr Prof. Dr. Ulrich Schurr, Institutsleiter IBG-2 Pflanzenwissenschaften des Forschungszentrums Jülich der Universität Düsseldorf, berufen.

Als stellvertretendes Mitglied für den Bereich Verbraucherschutz wurde die staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin und Kreisoberchemierätin - Kreis Lippe (Detmold), Frau Annette Neuhaus, berufen.



Die nächste Sitzung der ZKBS findet am 6. November 2018 statt.

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